FrenchieCarePro logoFrenchieCarePro
    AUGENGESUNDHEIT
    Augen
    Tierärztliche Untersuchung empfohlen

    Cherry Eye bei der Französischen Bulldogge

    Nickhautdrüsenvorfall

    Cherry Eye ist der Vorfall der Nickhautdrüse, einer wichtigen Struktur für die Augenoberfläche und für die Produktion des Tränenfilms. Bei der Französischen Bulldogge ist die Prädisposition dokumentiert und die Erkrankung tritt häufig bei jungen Hunden auf.

    Es handelt sich nicht nur um ein ästhetisches Problem: Die Drüse erfüllt eine wichtige Funktion und das Ziel der Behandlung ist, wenn möglich, sie zu erhalten.

    Link kopiert
    Französische Bulldogge mit Nickhautdrüsenvorfall vereinbar mit Cherry Eye: rosa-rote Masse sichtbar im inneren Augenwinkel des rechten Auges
    Dieser Leitfaden dient nur zur Information und ersetzt nicht den Tierarztbesuch. Eine rote oder rosa Masse im Auge sollte nicht selbst diagnostiziert werden: Verschiedene Augenerkrankungen können ähnlich aussehen und erfordern eine tierärztliche Beurteilung.

    Auf einen Blick

    • Was es ist

      Vorfall der Nickhautdrüse, die normalerweise dem Blick verborgen bleibt.

    • Wen es am häufigsten betrifft

      Besonders häufig bei jungen Hunden und bestimmten prädisponierten Rassen, darunter der Französische Bulldogge.

    • Behandlungsgrundsatz

      Wenn ein chirurgischer Eingriff notwendig ist, besteht das moderne Ziel darin, die Drüse zu repositionieren und zu erhalten, nicht sie zu entfernen.

    Cherry Eye: viel mehr als ein „roter Knoten“ im Auge

    Der Name Cherry Eye beschreibt das charakteristische Erscheinungsbild des Vorfalls der Nickhautdrüse: eine glatte, rosa oder rötliche Masse, die im inneren Augenwinkel sichtbar wird.

    Die dritte Augenlid, auch Nickhaut genannt, ist eine normale Struktur im Auge des Hundes. Damit ist eine Tränendrüse verbunden, die zur Produktion der wässrigen Komponente des Tränenfilms und damit zur Gesundheit der Augenoberfläche beiträgt.

    Normalerweise ist die Drüse von außen nicht sichtbar. Können die stützenden Strukturen sie nicht mehr ausreichend in ihrer Position halten, tritt sie hervor und wird sichtbar. Dies wird allgemein als Cherry Eye bezeichnet.

    Die Französische Bulldogge gehört zu den Rassen, bei denen diese Erkrankung häufiger beobachtet wird. Eine große VetCompass-Studie an der Hundepopulation des Vereinigten Königreichs ergab bei der Französischen Bulldogge eine jährliche Prävalenz von 1,22 % und eine signifikant höhere Prädisposition im Vergleich zu Mischlingshunden. Dieselbe Studie zeigte auch eine starke Assoziation zwischen Cherry Eye, jungem Alter und brachyzephaler Konformation.

    Obwohl Cherry Eye meist gut sichtbar ist, kann der Besitzer nicht jede rote Vorwölbung im Augenwinkel zweifelsfrei als Cherry Eye erkennen. Eine tierärztliche Beurteilung ist wichtig, sowohl um die Diagnose zu bestätigen als auch um den Gesamtzustand des Auges und der Augenoberfläche zu überprüfen.

    Warum sprechen wir bei der Französischen Bulldogge darüber?

    1,22 %

    jährliche Prävalenz bei Französischen Bulldoggen in der VetCompass-Studie beobachtet

    In der großen VetCompass-Studie, die 2022 veröffentlicht wurde, wurde Cherry Eye bei 200 von 16.397 analysierten Französischen Bulldoggen festgestellt, mit einer jährlichen Prävalenz von 1,22 %.

    In der Analyse derselben Studie zeigte der Französische Bulldogge signifikant höhere Chancen im Vergleich zu Mischlingshunden. Auch die Brachyzephalie, unabhängig von der einzelnen Rasse betrachtet, war stark mit der Erkrankung assoziiert.

    Diese Daten bedeuten nicht, dass jede Französische Bulldogge ein Cherry Eye entwickelt. Sie bestätigen jedoch, dass eine entsprechende Vorwölbung im inneren Augenwinkel bei dieser Rasse besondere Aufmerksamkeit verdient.

    Was ist die Nickhaut wirklich?

    Um Cherry Eye zu verstehen, muss man zunächst eine Augenstruktur kennen, die normalerweise kaum auffällt: die Nickhaut.

    Neben dem Ober- und dem Unterlid besitzt der Hund ein drittes Lid, auch Nickhaut oder Membrana nictitans genannt. Es befindet sich im inneren Augenwinkel, nahe der Nase, und ist mit Bindehaut ausgekleidet.

    Es handelt sich nicht um eine nutzlose oder untergeordnete Struktur. Sie schützt die Augenoberfläche, hilft bei der Verteilung des Tränenfilms und enthält eine Drüse, die für die Produktion des wässrigen Anteils der Tränen wichtig ist.

    Lehrreiche anatomische Illustration des Auges einer Französischen Bulldogge mit Detail der Nickhautregion und ihrer Drüse

    Eine Struktur, die normalerweise kaum sichtbar ist

    Unter normalen Bedingungen befindet sich die Nickhaut im inneren Augenwinkel, und der größte Teil ihrer Struktur bleibt kaum sichtbar.

    Sie besteht aus einer mit Bindehaut bedeckten Falte und enthält eine knorpelige Stützstruktur, die anatomisch als T-förmiger Knorpel beschrieben wird.

    Die Nickhaut trägt zum Schutz des Auges und zur Verteilung des Tränenfilms auf der Augenoberfläche bei. Ihre Position kann bei verschiedenen Augenerkrankungen deutlicher sichtbar werden, aber eine sichtbare Nickhaut bedeutet nicht zwangsläufig Cherry Eye.

    Sichtbare Nickhaut ≠ Cherry Eye

    Beim Cherry Eye prolabiert die mit der Nickhaut verbundene Drüse. Die Nickhaut selbst kann aus anderen Gründen deutlicher sichtbar werden. Das Erscheinungsbild des Auges sollte daher im Rahmen einer tierärztlichen Untersuchung beurteilt werden.

    Die Drüse, die normalerweise unsichtbar bleibt

    Mit der Nickhaut ist eine tief an ihrer Basis liegende Tränendrüse verbunden. Unter normalen Bedingungen bleibt diese Drüse verborgen und sollte nicht als Masse im Augenwinkel erscheinen.

    Ihre Funktion ist wichtig: Sie trägt zur Produktion des wässrigen Anteils des Tränenfilms bei, der die Augenoberfläche ausreichend befeuchtet.

    Die in der tierärztlichen Literatur berichteten Schätzungen sind nicht einheitlich, deuten aber darauf hin, dass die Nickhautdrüse einen wesentlichen Anteil an der wässrigen Tränenproduktion liefert. Genau deshalb zielt die moderne Behandlung des Cherry Eye, wenn möglich, darauf ab, die Drüse zu erhalten anstatt sie zu entfernen.

    Ein wichtiger Teil der Tränenproduktion

    Was verändert sich, wenn die Drüse prolabiert?

    Die Drüse wird normalerweise durch Stützstrukturen in ihrer Position gehalten. Beim Cherry Eye geben diese Stützstrukturen nicht mehr genügend Halt. Dadurch verschiebt sich die Drüse und wird über dem Rand der Nickhaut sichtbar.

    Von außen erscheint sie typischerweise als glatte, rosa oder rote Masse im inneren Augenwinkel. Einmal exponiert, kann die Drüse geschwollen, gestaut und entzündet werden.

    Bei einigen Hunden kann der Vorfall anfangs zurückgehen oder für einen Zeitraum verschwinden und dann wieder auftreten. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass das Problem behoben ist.

    Normale Position

    Die Drüse bleibt an der Basis der Nickhaut verborgen und trägt zur normalen Tränenfunktion bei.

    Cherry Eye

    Die Drüse verlagert sich aus ihrer normalen Position und wird als rosa oder rötliche Masse im inneren Augenwinkel sichtbar.

    Warum die Drüse erhalten?

    Die Nickhautdrüse leistet einen wichtigen Beitrag zur Tränenproduktion. Ihre Entfernung kann das Risiko einer unzureichenden Tränenproduktion und einer Keratokonjunktivitis sicca (KCS, allgemein als trockenes Auge bekannt) erhöhen.

    Aus diesem Grund zielt der moderne Ansatz bei der chirurgischen Behandlung des Cherry Eye im Allgemeinen darauf ab, die Drüse zu repositionieren und zu erhalten.

    PRÄDISPOSITION

    Warum ist die Französische Bulldogge für Cherry Eye prädisponiert?

    Cherry Eye kann bei Hunden verschiedener Rassen auftreten, ist aber nicht gleichmäßig in der Hundepopulation verteilt. Einige Rassen sind deutlich häufiger betroffen als andere, und die Französische Bulldogge gehört eindeutig zu den prädisponierten Rassen.

    Prädisposition bedeutet jedoch nicht, dass jede Französische Bulldogge das Problem entwickeln wird. Sie zeigt an, dass in der Rasse im Vergleich zu vielen anderen Hunden Merkmale vorhanden sind, die den Nickhautdrüsenvorfall wahrscheinlicher machen.

    Junger Französischer Bulldogge mit Darstellung anderer für Cherry Eye prädisponierter Hunderassen

    Es gibt keine einzelne Ursache

    Cherry Eye wird im Allgemeinen nicht als Folge einer einzigen äußeren Ursache angesehen. Der zentrale Mechanismus hängt mit der Unfähigkeit der Stützgewebe zusammen, die Nickhautdrüse stabil in ihrer normalen Position zu halten.

    Wenn diese Unterstützung unzureichend oder lockerer ist, kann die Drüse aus ihrer Position herausrutschen und über den Rand der Nickhaut hervortreten.

    Die starke Prädisposition, die bei bestimmten Rassen beobachtet wird, legt nahe, dass anatomische Konformation und erbliche Faktoren zur individuellen Anfälligkeit beitragen können. Der genaue Mechanismus ist jedoch nicht vollständig geklärt, und es ist nicht richtig, jeden Fall auf eine einzige Ursache zurückzuführen.

    Rasse

    Das Risiko variiert stark zwischen den Rassen. Der Französische Bulldogge gehört zu jenen, bei denen der Nickhautdrüsenvorfall am häufigsten beobachtet wird.

    Alter

    Cherry Eye wird vor allem bei jungen Hunden diagnostiziert. Das Alter ist daher ein wichtiges Element des epidemiologischen Profils der Erkrankung.

    Konformation

    Epidemiologische Studien zeigen eine Assoziation mit der brachyzephalen Konformation. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Schädelform allein alle Fälle erklärt.

    Was sagen uns die Daten über den Französischen Bulldoggen?

    Die 2022 veröffentlichte VetCompass-Studie analysierte über 900.000 Hunde im Vereinigten Königreich, um die Epidemiologie des Nickhautdrüsenvorfalls zu untersuchen.

    In der multivariaten Analyse zeigte die Französische Bulldogge deutlich höhere Chancen auf eine Diagnose im Vergleich zu Mischlingshunden. Auch die brachyzephale Konformation war im Vergleich zur mesozephalen Konformation mit höheren Odds assoziiert.

    Diese Ergebnisse unterstützen das Vorhandensein einer echten Rassen- und Konformationsprädisposition, müssen aber als epidemiologische Assoziationen interpretiert werden: Sie erlauben keine Vorhersage, ob ein einzelner Französischer Bulldogge Cherry Eye entwickeln wird.

    34,1×

    Odds für Cherry Eye beim Französischen Bulldoggen im Vergleich zu Mischlingshunden in der VetCompass-Studie

    Ein Odds Ratio bedeutet nicht, dass ein Französischer Bulldogge eine 34,1-fache absolute Wahrscheinlichkeit hat, Cherry Eye zu entwickeln. Es ist ein statistisches Maß für die in der untersuchten Population beobachtete Assoziation.

    Die Rolle der Brachyzephalie

    In der VetCompass-Studie zeigten brachyzephale Hunde höhere Odds für Cherry Eye im Vergleich zu mesozephalen Hunden.

    Dieser Befund weist auf eine Assoziation zwischen Schädelkonformation und der Erkrankung hin, beweist jedoch nicht, dass die Brachyzephalie allein die Ursache des Vorfalls ist. Rasse, Anatomie der Stützgewebe und andere Faktoren können gemeinsam zur Prädisposition beitragen.

    Warum sehen wir es oft bei jungen Hunden?

    Eines der charakteristischsten Merkmale des Cherry Eye ist das junge Alter bei der Diagnose.

    In der VetCompass-Studie war ein Alter unter einem Jahr im Vergleich zu Hunden im Alter zwischen zwei und unter vier Jahren stark mit der Erkrankung assoziiert. Generell nahm die Häufigkeit mit zunehmendem Alter ab.

    Dies hilft zu erklären, warum viele Besitzer auf das Problem treffen, wenn ihr Französischer Bulldogge noch ein Welpe oder sehr jung ist.

    Junges Alter ist jedoch keine absolute Regel: Cherry Eye kann auch bei einem erwachsenen Hund diagnostiziert werden.

    Der Französische Bulldogge ist nicht die einzige prädisponierte Rasse

    Cherry Eye wird auch bei zahlreichen anderen Rassen beschrieben. Epidemiologische Studien zeigen eine besonders ausgeprägte Prädisposition bei einigen Hundepopulationen.

    Zu den häufig mit der Erkrankung assoziierten Rassen gehören unter anderen Englische Bulldogge, American Cocker Spaniel, Lhasa Apso, Beagle und andere brachyzephale oder spezifisch prädisponierte Rassen.

    Die Beteiligung mehrerer prädisponierter Rassen stärkt die Hypothese, dass anatomische und erbliche Merkmale eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Problems spielen.

    Prädisponiert bedeutet nicht, dass er es entwickeln wird

    Das Besitzen eines Französischen Bulldoggen bedeutet nicht, dass Cherry Eye zwangsläufig auftreten wird.

    Prädisposition beschreibt eine höhere Häufigkeit der Erkrankung in der Rasse im Vergleich zu anderen Hundepopulationen. Sie erlaubt keine genaue Vorhersage, was bei einem einzelnen Hund geschehen wird.

    Ebenso impliziert das Auftreten des Cherry Eye nicht automatisch, dass der Besitzer im täglichen Umgang einen Fehler gemacht hat.

    SYMPTOME

    Wie äußert sich Cherry Eye?

    Das charakteristischste Zeichen des Cherry Eye ist das Auftreten einer glatten, rosa bis rötlichen Gewebemasse im inneren Augenwinkel, in der Nähe der Nase.

    Was der Besitzer sieht, ist keine neu im Auge entstandene Gewebemasse: Beim Cherry Eye ist es die Nickhautdrüse, die sich aus ihrer normalen Position verschoben hat und nun sichtbar ist.

    Das Erscheinungsbild kann sehr auffällig sein, ist aber nicht bei allen Hunden identisch. Die Drüse kann mehr oder weniger angeschwollen und entzündet sein, und es können weitere begleitende Augensymptome auftreten.

    Französischer Bulldogge mit einer rosa Gewebemasse im inneren Augenwinkel eines Auges, vereinbar mit Cherry Eye

    Illustrazione educativa.

    Die typische rosa bis rötliche Vorwölbung

    Die vorgefallene Nickhautdrüse erscheint typischerweise als glatte, gerundete Gewebemasse im inneren Augenwinkel.

    Die Farbe kann von rosa bis rot variieren, und der Grad der Vorwölbung kann von Hund zu Hund unterschiedlich sein. Wenn das Gewebe weiter exponiert bleibt, kann es stärker anschwellen, gestaut erscheinen und sich entzünden.

    Genau dieses Erscheinungsbild hat dem Zustand den umgangssprachlichen Namen «Cherry Eye» gegeben.

    Das Zeichen, das man kennen sollte

    Glatte rosa bis rötliche Gewebemasse im inneren Augenwinkel.

    Welche weiteren Zeichen können auftreten?

    Neben der sichtbaren Drüse können einige Hunde weitere Augenveränderungen zeigen. Deren Auftreten und Intensität können variieren.

    Rötung

    Die Bindehaut und das Gewebe um die Drüse können stärker gerötet erscheinen, besonders wenn die Drüse gereizt oder entzündet ist.

    Tränenfluss

    Das Auge kann feuchter als gewöhnlich wirken oder einen verstärkten Tränenfluss zeigen.

    Augenausfluss

    In einigen Fällen kann Augenausfluss auftreten. Sein Erscheinen verdient Aufmerksamkeit, da es Reizungen oder andere Probleme der Augenoberfläche begleiten kann.

    Reizung

    Eine exponierte Drüse kann sich reizen und entzünden. In frühen Fällen zeigt der Hund jedoch möglicherweise nur wenige offensichtliche Schmerzanzeichen.

    Kann es ein oder beide Augen betreffen?

    Cherry Eye kann ein oder beide Augen betreffen.

    Bei einigen Hunden ist das Problem zunächst einseitig, und das andere Auge kann zu einem anderen Zeitpunkt betroffen sein. Das Vorhandensein des Problems an einem Auge bedeutet daher nicht, dass das andere zwangsläufig die gleiche Erkrankung entwickeln wird.

    Kann er zurückgehen und dann wieder auftreten?

    Ja. In einigen Fällen kann die vorgefallene Drüse vorübergehend in eine weniger auffällige Position zurückkehren und scheinbar verschwunden sein.

    Sie kann jedoch zu einem späteren Zeitpunkt erneut hervortreten. Eine vorübergehende Verkleinerung der sichtbaren Masse erlaubt daher nicht den Schluss, dass das Problem endgültig behoben ist.

    Ein Cherry Eye kann anders aussehen als ein anderer

    Eine frisch vorgefallene Drüse kann relativ klein und rosa erscheinen, während Gewebe, das exponiert und gereizt geblieben ist, stärker anschwellen und intensiv gerötet werden kann.

    Deshalb sollten im Internet gefundene Bilder oder das in unserer Illustration gezeigte Erscheinungsbild nicht als alleiniges Kriterium für die Diagnosestellung verwendet werden.

    Eine rote Masse im Auge ist nicht automatisch Cherry Eye

    Andere Erkrankungen der Nickhaut und der Augenoberfläche können sichtbare Veränderungen in derselben Region verursachen.

    Zum Beispiel kann eine Verformung des Knorpels der Nickhaut eine rosa oder rote Schwellung erzeugen, die einem Cherry Eye ähneln kann.

    Die tierärztliche Untersuchung dient daher dazu, zu bestätigen, dass die sichtbare Struktur tatsächlich die vorgefallene Drüse ist, und den Gesamtzustand des Auges zu beurteilen.

    Kann Cherry Eye ohne offensichtliche Schmerzen vorhanden sein?

    Ja. Besonders in den frühen Phasen können einige Hunde trotz der deutlich sichtbaren Drüse nur wenige offensichtliche Schmerz- oder Unwohlseinzeichen zeigen.

    Das bedeutet nicht, dass das exponierte Gewebe ignoriert werden sollte. Mit der Zeit können sich Reizungen, Entzündungen und andere Augenprobleme entwickeln.

    Wenn das Auge schmerzhaft wirkt, ist eine tierärztliche Beurteilung erforderlich

    Ein geschlossenes oder halb geschlossenes Auge, offensichtliche Schmerzen, hartnäckiges Reiben, ausgeprägte Hornhautveränderungen oder eine rasche Verschlechterung sollten nicht automatisch ausschließlich dem Cherry Eye zugeschrieben werden.

    Diese Zeichen können auf ein gleichzeitig bestehendes Augenproblem hinweisen und erfordern eine tierärztliche Beurteilung.

    Versuchen Sie nicht, die Drüse ins Auge zurückzudrücken

    Wenn eine mit Cherry Eye vereinbare Masse auftritt, vermeiden Sie es, sie zu manipulieren oder manuell zu repositionieren.

    Die Augenoberfläche und die Drüse sind empfindliche Gewebe. Die tierärztliche Untersuchung ermöglicht es, das Problem zu bestätigen und den geeigneten Umgang damit festzulegen.

    DIAGNOSE

    Wie wird Cherry Eye diagnostiziert?

    Cherry Eye hat oft ein charakteristisches Erscheinungsbild, und der Tierärzt kann den Vorfall der Nickhautdrüse in der Regel durch die Augenuntersuchung erkennen.

    Die Untersuchung dient jedoch nicht nur dazu zu bestätigen, dass die sichtbare Masse tatsächlich die vorgefallene Drüse ist. Es ist auch wichtig, die Nickhaut, die Augenoberfläche und den allgemeinen Zustand des Auges zu beurteilen.

    Je nachdem, was die klinische Untersuchung ergibt, kann der Tierärzt außerdem bestimmte ophthalmologische Tests für angezeigt halten.

    Französischer Bulldogge während der Augenuntersuchung bei einem Tierärzttermin wegen Cherry Eye

    Der erste Schritt: Das Auge beobachten und beurteilen

    Der Tierärzt beobachtet die Position und das Erscheinungsbild der Nickhaut und prüft, ob die sichtbare Masse mit dem Vorfall ihrer Drüse vereinbar ist.

    Außerdem werden das betroffene Auge und das kontralaterale Auge beurteilt, wobei besonderes Augenmerk auf die Bindehaut, die Hornhaut und die anderen sichtbaren Augenstrukturen gelegt wird.

    Diese Beurteilung ist wichtig, weil eine Masse im inneren Augenwinkel nicht allein aufgrund des Erscheinungsbilds automatisch als Cherry Eye eingestuft werden sollte.

    Der Ablauf kann je nach Erscheinungsbild des Auges und den Untersuchungsergebnissen variieren.

    Die Diagnose betrifft nicht nur die sichtbare Masse

    Die Bestätigung des Cherry Eye ist nur ein Teil der Beurteilung. Der Tierärzt muss auch den Zustand der Augenoberfläche berücksichtigen und prüfen, ob Reizungen, Entzündungen oder andere gleichzeitige Probleme vorliegen.

    Schirmer-Tränentest: Beurteilung der Tränenproduktion

    Der Schirmer-Tränentest wird in der Veterinärmedizin zur Messung der wässrigen Tränenproduktion eingesetzt.

    Ein kleiner Streifen spezifischen Saugpapiers wird vorsichtig in Kontakt mit der Bindehaut gebracht, in der Regel an der Innenseite des Unterlids. Die in einem standardisierten Zeitintervall benetzte Papiermenge ermöglicht es dem Tierärzt, die Tränenproduktion zu beurteilen.

    Im Zusammenhang mit einem Problem der Nickhautdrüse kann die Kenntnis des Zustands der Tränenproduktion nützliche Informationen über die Funktion der Augenoberfläche liefern.

    Fluoreszein: wenn eine Hornhautbeurteilung erforderlich ist

    Wenn die Augenuntersuchung den Verdacht auf ein Problem der Hornhautoberfläche ergibt, kann der Tierärzt Fluoreszein verwenden.

    Dieser diagnostische Farbstoff ermöglicht es, Defekte des Hornhautepithels sichtbar zu machen, und wird häufig bei der Beurteilung von Hornhautgeschwüren eingesetzt.

    Es dient nicht dazu, Cherry Eye direkt zu bestätigen: seine Aufgabe ist es, die Hornhaut zu kontrollieren, wenn eine klinische Indikation dafür besteht.

    Tränen

    Schirmer-Tränentest

    Liefert ein Maß für die Tränenproduktion.

    Hornhaut

    Fluoreszein

    Hilft bei der Identifizierung von Defekten der Hornhautoberfläche, wenn der Test angezeigt ist.

    Nicht alle Veränderungen der Nickhaut sind Cherry Eye

    Eine im inneren Augenwinkel sichtbare rosa oder rötliche Struktur kann mehr als eine Erklärung haben.

    Zu den Veränderungen, die mit einem Nickhautdrüsenvorfall verwechselt werden können, gehören Probleme mit dem Knorpel der Nickhaut, der sich verformen oder evertieren und eine sichtbare Vorwölbung erzeugen kann.

    Die tierärztliche Untersuchung ermöglicht es festzustellen, welche Struktur betroffen ist und ob andere Augenveränderungen vorliegen.

    Vorfall der Drüse

    Die mit der Nickhaut verbundene Drüse verliert ihre normale Position und wird sichtbar.

    Veränderung des Knorpels

    Es ist die knorpelige Struktur der Nickhaut, die eine Verformung oder Eversion zeigt.

    Die beiden Zustände sind keine Synonyme und erfordern eine korrekte Identifizierung während der Untersuchung.

    Warum untersucht der Tierärzt beide Augen?

    Auch wenn Cherry Eye nur an einem Auge sichtbar ist, sollte die ophthalmologische Beurteilung nicht auf die sichtbare Masse beschränkt werden.

    Der Vergleich beider Augen kann dem Tierärzt helfen, die Nickhaut, die Augenoberfläche und die Tränenproduktion im Kontext des einzelnen Patienten zu beurteilen.

    Darüber hinaus kann der Vorfall, wie im vorherigen Abschnitt beschrieben, ein oder beide Augen betreffen.

    Wann kann eine eingehendere Untersuchung erforderlich sein?

    Die meisten Fälle können vom Tierärzt zunächst durch eine klinische Augenuntersuchung bewertet werden.

    Wenn das Erscheinungsbild atypisch ist, andere Augenveränderungen vorliegen, das Problem rezidivierend ist oder die Situation eine spezialisierte Beurteilung erfordert, kann der Tierärzt weitere Untersuchungen oder eine Vorstellung bei einem auf Ophthalmologie spezialisierten Tierärzt empfehlen.

    Eine korrekte Diagnose schützt mehr als nur die Drüse

    Das Ziel der Untersuchung ist nicht nur die Bestätigung des Cherry Eye. Die Beurteilung von Tränenproduktion, Hornhaut und Augenoberfläche, wenn angezeigt, ermöglicht ein vollständigeres Bild der Augengesundheit und die Planung der geeignetsten Behandlung.

    BEHANDLUNG

    Wie wird Cherry Eye behandelt?

    Die Behandlung des Cherry Eye hängt von den Bedingungen der Drüse und des Auges ab, aber das Hauptziel ist es, die Funktion der Nickhautdrüse zu erhalten und sie, wenn nötig, in eine anatomisch geeignetere Position zurückzuführen.

    Dieses Prinzip ist wichtig, weil die Drüse zum wässrigen Anteil des Tränenfilms und damit zur Gesundheit der Augenoberfläche beiträgt.

    Die Behandlung von Reizungen oder Entzündungen kann in manchen Fällen nützlich sein, sollte aber nicht mit der definitiven Korrektur des Vorfalls verwechselt werden.

    Das Grundprinzip: die Drüse erhalten

    Die Nickhautdrüse spielt eine wichtige Rolle bei der Tränenproduktion. Wenn eine chirurgische Behandlung erforderlich ist, besteht das moderne Ziel daher im Allgemeinen darin, sie zu repositionieren und zu erhalten, anstatt sie zu entfernen.

    Lehrreiche Illustration der Nickhautdrüse beim Französischen Bulldoggen

    Die Kontrolle der Reizung und die Korrektur des Vorfalls sind nicht dasselbe

    Wenn die Drüse exponiert ist, kann sie sich reizen, stauen oder entzünden. Je nach Augenstand kann der Tierärzt daher eine medizinische Therapie verschreiben, um die Entzündung oder andere damit verbundene Augenprobleme zu kontrollieren.

    Diese Behandlung kann den Zustand der Gewebe verbessern, aber eine Abnahme der Rötung oder Schwellung bedeutet nicht notwendigerweise, dass die Drüse stabil in ihre normale Position zurückgekehrt ist.

    Wenn der Vorfall weiter besteht oder rezidiviert, kann eine chirurgische Korrektur in Betracht gezogen werden müssen.

    Auge und Gewebe

    Medizinische Behandlung

    Kann vom Tierärzt eingesetzt werden, um Entzündungen, Reizungen oder gleichzeitige Augenprobleme zu behandeln, wenn diese vorliegen.

    Position der Drüse

    Korrektur des Vorfalls

    Wenn angezeigt, zielt die chirurgische Behandlung darauf ab, die Drüse in eine geeignetere Position zurückzuführen und dort zu halten, wobei ihre Funktion erhalten bleibt.

    Die Reduzierung der Entzündung und die Repositionierung der Drüse sind daher zwei unterschiedliche Ziele.

    Warum ist es so wichtig, die Drüse zu erhalten?

    Die Nickhautdrüse trägt wesentlich zur Produktion des wässrigen Anteils des Tränenfilms bei.

    Tränen sind unabdingbar, um die Augenoberfläche ausreichend zu befeuchten und zu schützen.

    Aus diesem Grund gilt die Entfernung der Drüse nicht als bevorzugter Ansatz, wenn eine Erhaltung möglich ist: die Reduzierung von funktionalem Tränengewebe kann das Risiko von Problemen im Zusammenhang mit unzureichender Tränenproduktion erhöhen.

    Warum heute versucht wird, sie nicht zu entfernen

    Früher konnte die vorgefallene Drüse entfernt werden. Heute ist das Ziel im Allgemeinen, sie zu erhalten, denn das Entfernen einer Struktur, die an der Tränenproduktion beteiligt ist, kann die Fähigkeit des Auges beeinträchtigen, eine ausreichend befeuchtete Oberfläche aufrechtzuerhalten.

    Wenn ein chirurgischer Eingriff angezeigt ist, besteht das Prinzip daher darin, die Position der Drüse zu korrigieren und dabei ihre Funktion zu erhalten.

    Es gibt verschiedene chirurgische Techniken

    Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Techniken zur Repositionierung und Stabilisierung der Nickhautdrüse beschrieben.

    Einige Verfahren schaffen eine Tasche in den Geweben der Nickhaut, in die die Drüse repositioniert wird; andere verwenden Verankerungssysteme oder kombinierte Techniken.

    Es gibt jedoch kein Verfahren, das allein auf der Grundlage einer Online-Beschreibung gewählt werden sollte. Die Anatomie der Nickhaut, mögliche Knorpelveränderungen, die Erfahrung des Chirurgen und die Merkmale des Einzelfalls tragen zur Wahl der Technik bei.

    Taschentechniken

    Die als «Pocket-Techniken» bezeichneten Verfahren zielen darauf ab, die Drüse in einer Tasche zu repositionieren, die im Gewebe der Nickhaut angelegt wird, wobei die Drüse erhalten bleibt.

    Der Begriff beschreibt ein allgemeines chirurgisches Prinzip: die konkrete Ausführung gehört zur Veterinärchirurgie.

    Verankerungstechniken

    Andere Verfahren zielen darauf ab, die Drüse durch Verankerung an geeigneten anatomischen Strukturen zu stabilisieren. Sie können in ausgewählten Situationen oder im Rahmen kombinierter Techniken eingesetzt werden.

    Die Wahl hängt von der Anatomie und dem klinischen Fall ab.

    Diese Bezeichnungen sollten nicht als Rangfolge der Techniken interpretiert werden. Der Tierärzt wählt den Ansatz auf der Grundlage des einzelnen Patienten und seiner eigenen chirurgischen Beurteilung.

    Was, wenn auch ein Knorpelproblem vorliegt?

    Bei einigen Hunden kann der Drüsenvorfall mit Veränderungen des Nickhautknorpels verbunden sein.

    Wenn vorhanden, können diese Veränderungen die chirurgische Planung beeinflussen und müssen bei der tierärztlichen Untersuchung erkannt werden.

    Dies ist einer der Gründe, warum die Behandlung an die Anatomie des einzelnen Auges angepasst werden muss.

    Kann Cherry Eye nach der Behandlung rezidivieren?

    Ja. Keine Technik kann gewährleisten, dass die Drüse bei jedem Patienten dauerhaft in Position bleibt.

    In einigen Fällen kann ein Rezidiv auftreten und eine erneute tierärztliche Beurteilung erforderlich sein.

    Das Risiko hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter anatomische Merkmale, Gewebezustand, verwendete Technik und der Einzelfall.

    Ein Rezidiv bedeutet nicht automatisch, dass etwas falsch gemacht wurde

    Das Gewebe der Nickhaut und die anatomischen Merkmale variieren von Patient zu Patient. Auch nach korrekter Repositionierung kann die Drüse bei manchen Hunden erneut vorfallen.

    Was, wenn beide Augen betroffen sind?

    Wenn beide Drüsen betroffen sind, beurteilt der Tierärzt jedes Auge und legt den geeignetsten Behandlungsplan fest.

    Die Tatsache, dass Cherry Eye beidseitig ist, ändert nichts am Grundprinzip: die Funktion der Drüsen so weit wie möglich zu erhalten und die Augenoberfläche zu schützen.

    Was nicht zu tun ist

    Versuchen Sie nicht, die Drüse zurückzudrücken, zu massieren oder zu manipulieren.

    Verwenden Sie keine Augentropfen, Salben oder andere Augenmedikamente ohne tierärztliche Anweisung: verschiedene Produkte haben unterschiedliche Indikationen und Kontraindikationen, und ein schmerzendes Auge kann auch begleitende Probleme haben.

    Wenn das Auge schmerzhaft ist

    Ein geschlossenes oder halb geschlossenes Auge, offensichtliche Schmerzen, hartnäckiges Reiben, Hornhautveränderungen oder eine rasche Verschlechterung erfordern eine tierärztliche Beurteilung, da sie nicht automatisch allein dem Cherry Eye zugeschrieben werden sollten.

    Das Ziel ist nicht, die Drüse zu entfernen, sondern ihre Funktion zu erhalten

    Cherry Eye ist sehr sichtbar, aber das kosmetische Ergebnis ist nicht das einzige Ziel der Behandlung.

    Die Nickhautdrüse ist Teil des Tränensystems. Wenn ein Eingriff notwendig ist, sind der Erhalt dieser Struktur und die Aufrechterhaltung einer gesunden Augenoberfläche zentrale Aspekte der modernen Behandlung dieser Erkrankung.

    NACH DEM EINGRIFF

    Heilungsphase nach der Cherry-Eye-Operation

    Nach der chirurgischen Repositionierung der Nickhautdrüse beginnt eine wichtige Phase: das Auge zu schützen, während die Gewebe heilen, und die Anweisungen des Tierärztes sorgfältig zu befolgen.

    Das Aussehen des Auges in den ersten Tagen kann sich von dem vor der Operation unterscheiden. Rötungen, Schwellungen und Tränenfluss können während der anfänglichen Heilungsphase auftreten, und ihre Intensität kann von Patient zu Patient variieren.

    Daher gibt es kein postoperatives Bild, das als universeller Referenzrahmen dienen kann, um selbstständig zu beurteilen, ob ein Auge normal heilt.

    Französische Bulldogge mit Schutzkragen während der Erholung zu Hause nach einem Augeneingriff

    Dieses Bild ist illustrativ

    Das Aussehen des Auges nach dem Eingriff kann variieren. Die Illustration zeigt in erster Linie die Bedeutung des Schutzes während der Erholung und sollte nicht verwendet werden, um den Grad der postoperativen Rötung oder Schwellung zu beurteilen.

    Wie kann das Auge in der Anfangsphase aussehen?

    Nach der Operation befinden sich die Gewebe der Nickhaut und der Bindehaut in der Heilungsphase.

    Während dieser Zeit können ein gewisser Grad an Rötung und Schwellung auftreten. Einige Hunde können auch verstärkten Tränenfluss oder Augenausfluss zeigen.

    Das Auftreten und die Intensität dieser Veränderungen hängen vom einzelnen Patienten, dem Zustand des Auges und dem durchgeführten Eingriff ab.

    Wichtig ist nicht, das Auge mit einem im Internet gefundenen Foto zu vergleichen, sondern den vom Tierärzt angegebenen Verlauf zu verfolgen und auf unerwartete Veränderungen oder eine Verschlechterung zu achten.

    Während der Heilung kann Folgendes beobachtet werden

    Rötung

    In der Anfangsphase kann ein gewisser Grad an Rötung der Augengewebe auftreten.

    Schwellung

    Die Gewebe der Nickhaut und der Bindehaut können vorübergehend stärker gesähwollen erscheinen.

    Tränenfluss

    Das Auge kann während der Erholung feuchter erscheinen oder stärker tränen.

    Augenausfluss

    Ein gewisser Augenausfluss kann vorhanden sein; Menge, Aussehen und Verlauf müssen im Kontext der vom Tierärzt erhaltenen Anweisungen beurteilt werden.

    Das Auge vor Reiben schützen

    Nach einem Augeneingriff ist es besonders wichtig zu verhindern, dass der Hund das Auge mit den Pfoten oder gegen Möbel, Teppiche oder andere Oberflächen reibt.

    Der Tierärzt kann daher das Tragen eines Schutzkragens, oft eines Halskragens (Trichter), während der Heilungsphase verschreiben.

    Auch kurze Momente des Reibens können ein frisch operiertes Auge traumatisieren. Das Schutzgerät muss daher gemäß den vom Veterinärteam erhaltenen Anweisungen verwendet werden.

    Die vom Tierärzt verschriebene Therapie

    Nach dem Eingriff kann der Tierärzt eine Augentherapie und, je nach Fall, weitere Medikamente für die postoperative Phase verschreiben.

    Medikament, Häufigkeit, Dauer und Art der Verabreichung hängen vom einzelnen Patienten und dem durchgeführten Eingriff ab.

    Es ist wichtig, die erhaltene Verschreibung genau zu befolgen und die Therapie nicht eigenständig zu verändern oder abzubrechen.

    Alte Augentropfen nicht automatisch wiederverwenden

    Ein Produkt, das früher für ein anderes Augenproblem verschrieben wurde, ist möglicherweise in der aktuellen Situation nicht geeignet. Verwenden Sie im operierten Auge nur die vom Tierärzt für diesen Fall angegebenen Produkte.

    Therapie verabreichen ohne das Auge zu traumatisieren

    Wenn eine Augentherapie verschrieben ist, folge der vom Tierärzt oder Klinikpersonal gezeigten Technik.

    Vermeiden Sie, dass die Flaschenkuppe die Augenoberfläche direkt berührt, und erzwingen Sie nicht das Öffnen der Lider, wenn der Hund Schmerzen oder starken Widerstand zeigt.

    Wenn das Verabreichen des Produkts schwierig ist, bitten Sie das Veterinärteam, die am besten geeignete Technik erneut zu zeigen.

    Ruhe und Aktivität

    Während der postoperativen Phase kann der Tierärzt einige vorübergehende Aktivitätseinschränkungen empfehlen, insbesondere um das Risiko von Stoßen, Reiben oder versehentlichen Traumata am Auge zu verringern.

    Dauer und Grad der Einschränkung hängen vom Einzelfall ab.

    Befolge daher die erhaltenen Anweisungen für Spaziergänge, Spiel und die schrittweise Rückkehr zu normalen Aktivitäten.

    Warum die tierärztliche Nachkontrolle wichtig ist

    Die postoperative Kontrolle ermöglicht dem Tierärzt die Überprüfung der Position der Drüse, der Gewebeheilung und des Zustands der Augenoberfläche.

    Es ist auch die Gelegenheit, eventuelle Rötungen, Schwellungen, Ausfluss oder andere Veränderungen zu beurteilen und zu entscheiden, ob das postoperative Management geändert werden sollte.

    Halte die von der Klinik angegebenen Kontrolltermine ein, auch wenn das Auge gut zu heilen scheint.

    Zeitplan und Kontrollen hängen vom Einzelfall und den Anweisungen des Tierärztes ab.

    Wann den Tierärzt kontaktieren

    Während der postoperativen Phase ist es wichtig, das Auge und das Verhalten des Hundes zu beobachten. Eine unerwartete Veränderung oder Verschlechterung verdient Aufmerksamkeit.

    Wann den Tierärzt kontaktieren
    • Offensichtliche oder zunehmende Schmerzen
    • Dauerhaft geschlossenes oder stark halb geschlossenes Auge
    • Anhaltendes Reiben
    • Ausgepragte oder schnell zunehmende Schwellung
    • Deutlich zunehmende Rötung
    • Reichlicher oder sich besorgniserregend verändernder Ausfluss
    • Offensichtliche Veränderung der Transparenz oder des Aussehens der Hornhaut
    • Erhebliche Blutung
    • Plötzliches Wiederauftreten einer Masse, die mit dem Drüsenvorfall vereinbar ist
    • Jede Veränderung, die der Tierärzt ausdrücklich als Grund für eine Kontrolle angegeben hat

    Wenn Sie nicht sicher sind, ob das, was Sie beobachten, zum erwarteten Heilungsverlauf gehört, wenden Sie sich an die Klinik, die den Eingriff durchgeführt hat.

    Kann während der Heilung auftreten

    • ·Ein gewisser Grad an Rötung
    • ·Gewebeschwellung
    • ·Tränenfluss
    • ·Möglicher Ausfluss

    Erfordert Aufmerksamkeit, wenn ausgeprägt oder verschlechternd

    • ·Offensichtliche Schmerzen
    • ·Erhebliche oder zunehmende Schwellung
    • ·Deutlich zunehmende Rötung
    • ·Offensichtliche Hornhautveränderungen
    • ·Anhaltendes Reiben
    • ·Wiederauftreten der Masse

    Dieser Vergleich dient zur Orientierung und ersetzt nicht die spezifischen Anweisungen des Tierärztes, der den Hund operiert hat.

    Was, wenn die Masse wieder auftritt?

    Wie im Behandlungsabschnitt erklärt, kann der Vorfall auch nach der chirurgischen Repositionierung rezidivieren.

    Wenn im inneren Augenwinkel eine Masse auftritt, die mit der vorgefallenen Drüse vereinbar ist, wenden Sie sich für eine neue Beurteilung an den Tierärzt.

    Ein Rezidiv darf nicht manuell manipuliert oder ins Auge gedrückt werden.

    Was während der Heilung zu vermeiden ist

    Die Drüse manipulieren

    Versuchen Sie nicht, eine wieder auftretende Masse zu drücken oder zu massieren.

    Den Hund reiben lassen

    Schützen Sie das Auge gemäß den tierärztlichen Anweisungen.

    Therapie eigenständig ändern

    Keine Augenprodukte ohne tierärztliche Anweisung abbrechen, ersetzen oder hinzufügen.

    Kontrollen säubern

    Ein Auge, das äußerlich besser aussieht, kann dennoch von der geplanten Nachkontrolle profitieren.

    Die Erholung betrifft nicht nur das Aussehen des Auges

    Nach der Repositionierung der Drüse besteht das Ziel darin, den Geweben die Heilung zu ermöglichen, die Augenoberfläche zu schützen und die Drüse in der durch den Eingriff erzielten Position zu halten.

    Schutzkragen, verschriebene Therapie, Beobachtung zu Hause und tierärztliche Kontrollen sind daher Teil desselben Genesungswegs.

    PROGNOSE

    Wie ist die Prognose nach der Behandlung?

    Wenn die Drüse des dritten Augenlids erfolgreich reponiert wird und die Augenoberfläche gesund bleibt, ist die Prognose im Allgemeinen günstig.

    Die Behandlung zielt jedoch auf mehr als nur eine kosmetische Verbesserung ab. Das Ziel ist, die Drüse in einer geeigneten Position zu halten, ihre Tränenproduktionsfunktion so weit wie möglich zu erhalten und die Augengesundheit langfristig zu schützen.

    Wie bei jedem chirurgischen Eingriff kann das Ergebnis von Patient zu Patient variieren, und Rezidive oder andere Komplikationen sind möglich.

    Ein gutes Ergebnis bedeutet mehr als das Verschwinden der Masse

    Der Behandlungserfolg umfasst auch die Erhaltung der Drüsenfunktion und einer gesunden Augenoberfläche. Das äußere Erscheinungsbild des Auges ist wichtig, aber nicht der einzige zu berücksichtigende Parameter.

    Kann das Cherry Eye nach dem Eingriff wiederkehren?

    Ja. Auch nach einer korrekten chirurgischen Reposition kann die Drüse erneut prolabieren.

    Die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs ist nicht bei allen Patienten gleich und kann von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden, darunter Anatomie des dritten Augenlids, Zustand des Gewebes, Ausmaß der Entzündung, etwaige Knorpelveränderungen und die verwendete Operationstechnik.

    Ein Rezidiv bedeutet nicht automatisch, dass der Eingriff fehlerhaft durchgeführt wurde. Es bedeutet, dass die Drüse neu bewertet werden muss, um die geeignetste Behandlung festzulegen.

    Was zeigen die Studien?

    Veröffentlichte Studien berichten je nach untersuchter Population, verwendeter Technik und Nachbeobachtungszeitraum über unterschiedliche Erfolgs- und Rezidivraten.

    Eine retrospektive Studie an 353 Hunden und 420 Augen berichtete beispielsweise von einer erfolgreichen Reposition in 95 % der Fälle und einer Gesamtrezidivrate von 5 %.

    Diese Zahlen dürfen NICHT als universelle Vorhersage für jeden Französischen Bulldogge oder jede Operationstechnik interpretiert werden.

    95%

    erfolgreiche Reposition in der Studie mit 353 Hunden

    5%

    Gesamtrezidivrate in derselben Studie

    Retrospektive Studie; die Ergebnisse können je nach Technik und Patient variieren.

    Faktoren, die das Ergebnis beeinflussen können

    Individuelle Anatomie

    Die Beschaffenheit des dritten Augenlids und seiner Stützgewebe variiert zwischen den Patienten.

    Entzündung

    Eine stark entzündete oder lange prolabierte Drüse kann stärker verändertes Gewebe aufweisen.

    Knorpel

    Etwaige Verformungen des Knorpels des dritten Augenlids können die chirurgische Planung und das Ergebnis beeinflussen.

    Technik und klinischer Fall

    Die Wahl der Technik wird an den einzelnen Patienten angepasst und kann das Ergebnis beeinflussen.

    Welche Komplikationen können auftreten?

    Komplikationen sind nicht unvermeidlich, sollten aber bei der Beurteilung des Verlaufs nach der Behandlung berücksichtigt werden.

    Rezidiv des Prolapses

    Die Drüse kann erneut sichtbar werden und eine erneute Beurteilung erfordern.

    Anhaltende Reizung oder Entzündung

    Das Augengewebe kann gereizt oder entzündet bleiben und tierärztliche Kontrolle erfordern.

    Probleme der Augenoberfläche

    Es können Veränderungen der Hornhaut oder Augenoberfläche auftreten, die erkannt und behandelt werden müssen.

    Veränderungen der Tränenproduktion

    Die Tränenproduktion kann bei einigen Patienten reduziert sein und langfristige Überwachung erfordern.

    Warum sprechen wir weiterhin über die Tränenproduktion?

    Auch nach der Reposition der Drüse bleibt die Tränenproduktion ein wichtiger Aspekt der Augengesundheit.

    Chronischer Prolaps, Entzündung und Beeinträchtigung des Drüsengewebes können die Tränenfunktion beeinflussen. Einige Hunde können zudem eine unabhängige Prädisposition für Keratokonjunktivitis sicca haben.

    Daher kann der Tierarzt bei entsprechender Indikation die Tränenproduktion auch im Rahmen der Verlaufskontrolle überwachen.

    Die Augenoberfläche verdient auch langfristige Aufmerksamkeit

    Fachquellen der Veterinärophthalmologie weisen darauf hin, dass Hunde mit einer Vorgeschichte von Drüsenprolaps des dritten Augenlids von einer langfristigen Überwachung der Tränenproduktion profitieren können, insbesondere wenn weitere prädisponierende Faktoren vorliegen.

    Ästhetisches Ergebnis

    Die prolabierte Masse ist nicht mehr sichtbar und das Auge sieht normaler aus.

    Funktionelles Ergebnis

    Die Drüse bleibt erhalten, die Tränenproduktion ist ausreichend und die Augenoberfläche bleibt gesund.

    Der zweite Aspekt ist klinisch wichtiger als das rein ästhetische Ergebnis.

    Was tun, wenn das Cherry Eye wiederkehrt?

    Wenn im inneren Augenwinkel eine mit einem Drüsenprolaps vereinbare Masse wieder auftritt, ist eine erneute tierärztliche Beurteilung angezeigt.

    Der Tierarzt kann die Position der Drüse, den Zustand des Gewebes und der Augenoberfläche beurteilen und entscheiden, ob eine erneute Behandlung erforderlich ist.

    Versuchen Sie nicht, die Drüse manuell zu manipulieren oder zu reponieren.

    Ein Rezidiv kann in einigen Fällen einen erneuten chirurgischen Eingriff erforderlich machen. Die Entscheidung hängt vom Zustand des Auges und der Beurteilung des Tierarztes oder Chirurgen ab.

    Und das andere Auge?

    Bei prädisponierten Hunden kann das Cherry Eye auch am kontralateralen Auge auftreten, gegebenenfalls zu einem anderen Zeitpunkt.

    Die erfolgreiche Behandlung eines Auges ändert nichts an der anatomischen Prädisposition des anderen.

    Das bedeutet nicht, dass das zweite Auge das Problem zwingend entwickeln wird, aber jede neue rosa oder rötliche Masse sollte in gleicher Weise beurteilt werden.

    Zusammenfassend: Wie ist die Prognose?

    Mit korrekter Diagnose, angemessener Behandlung und ausreichender Nachkontrolle erzielen viele Hunde nach der Reposition der Drüse ein gutes Ergebnis.

    Die Prognose muss jedoch für den einzelnen Patienten individuell betrachtet werden, wobei die Gesundheit der Augenoberfläche, die Tränenproduktion, etwaige Veränderungen des dritten Augenlids und die Möglichkeit eines Rezidivs berücksichtigt werden.

    Heute erhalten, um das Auge langfristig zu schützen

    Die Behandlung des Cherry Eye zielt nicht nur auf das Verschwinden der sichtbaren Masse ab. Die Drüse zu erhalten, die Gesundheit der Augenoberfläche zu überwachen und etwaige Rezidive zu erkennen, sind Teil desselben Ziels: das Auge langfristig gesund und funktionsfähig zu erhalten.

    WELPE

    Cherry Eye beim Welpen der Französischen Bulldogge

    Cherry Eye wird häufig bei jungen Hunden beobachtet, und die Französische Bulldogge gehört zu den Rassen mit einer ausgeprägten Prädisposition für den Prolaps der Drüse des dritten Augenlids.

    Das Auftreten einer rosa oder rötlichen Masse im inneren Augenwinkel eines jungen Frenchies ist daher eine für diese Rasse besonders relevante Situation.

    Das junge Alter allein erlaubt es jedoch nicht, die Diagnose zu bestätigen: Eine neue Veränderung am Auge muss vom Tierarzt beurteilt werden.

    Warum sprechen wir davon vor allem bei jungen Hunden?

    Epidemiologische Daten zeigen eine starke Assoziation zwischen Cherry Eye und jungem Alter.

    In der VetCompass-Studie, die bereits im Abschnitt zur Prädisposition zitiert wurde, wiesen Hunde unter einem Jahr signifikant höhere Odds für eine Diagnose auf als Hunde im Alter zwischen zwei und unter vier Jahren.

    Dieser Befund weist auf eine epidemiologische Assoziation mit dem jungen Alter hin: Er bedeutet nicht, dass Cherry Eye nur bei Welpen auftreten kann, noch dass jede junge Französische Bulldogge es entwickeln wird.

    Junges Alter = Prädisposition, keine Gewissheit

    Die Tatsache, dass Cherry Eye bei jungen Hunden häufig ist, erlaubt keine Vorhersage, welcher Welpe den Prolaps entwickeln wird.

    In welchem Alter kann es auftreten?

    Cherry Eye kann früh auftreten und wird bei jungen Hunden besonders häufig diagnostiziert.

    Es gibt jedoch kein genaues Alter, in dem es auftreten muss. Es kann während des Wachstums beobachtet werden, aber das junge Alter ist ein assoziierter Faktor und keine diagnostische Regel.

    Es ist daher nicht korrekt zu erwarten, dass alle Fälle zum gleichen Zeitpunkt der Entwicklung beginnen.

    Sollte man warten, bis der Welpe ausgewachsen ist?

    Es gibt keine Regel, nach der ein Cherry Eye einfach prolabiert bleiben sollte, bis das Erwachsenenalter erreicht ist.

    Eine freiliegende Drüse kann sich entzünden, während der Zeitpunkt und die Art der Behandlung von den Augenbefunden und der tierärztlichen Beurteilung abhängen.

    Das Alter des Welpen ist daher eines der zu berücksichtigenden Elemente, sollte aber nicht allein die Entscheidung bestimmen, ob man wartet oder eingreift.

    Entscheiden Sie nicht allein aufgrund des Alters

    Der geeignete Zeitpunkt für die Behandlung wird unter Berücksichtigung des gesamten Welpen, des Auges und der Merkmale des Prolapses festgelegt.

    Kann ein Welpe einer Drüsenreposition unterzogen werden?

    Das junge Alter allein bestimmt nicht, ob ein Hund einem chirurgischen Eingriff unterzogen werden kann oder nicht.

    Wenn eine Reposition angezeigt ist, beurteilt der Tierarzt den einzelnen Patienten, den Zustand des Auges, den allgemeinen Gesundheitszustand des Hundes und die relevanten anästhesiologischen Aspekte, bevor der Eingriff geplant wird.

    Bei der Französischen Bulldogge verdient die anästhesiologische Beurteilung besondere Aufmerksamkeit auch wegen der brachyzephalen Merkmale der Rasse.

    Kann es zunächst nur ein Auge betreffen?

    Ja. Der Prolaps kann zunächst nur an einem Auge auftreten und bei prädisponierten Hunden zu einem anderen Zeitpunkt auch am kontralateralen Auge erscheinen.

    Das bedeutet nicht, dass das zweite Auge zwingend betroffen sein wird.

    Wenn am anderen Auge eine neue Masse auftritt, sollte auch diese vom Tierarzt beurteilt werden, anstatt sie automatisch als identisch mit dem ersten Auftreten zu betrachten.

    Warum ist die Erhaltung der Drüse besonders wichtig?

    Die Drüse des dritten Augenlids beteiligt sich an der Produktion der wässerigen Komponente des Tränenfilms.

    Im modernen Cherry-Eye-Behandlungskonzept ist es daher das Ziel, dieses funktionelle Gewebe so weit wie möglich zu erhalten, unabhängig davon, ob der Patient jung oder erwachsen ist.

    Bei einem Welpen erhält dieses Prinzip eine langfristige Perspektive: Das Ziel ist nicht nur die Korrektur der sichtbaren Masse, sondern auch ein Beitrag zur Erhaltung einer gesunden Augenoberfläche während des gesamten Lebens des Hundes.

    Um mehr darüber zu erfahren, warum heute die Reposition und Erhaltung der Drüse bevorzugt wird, lesen Sie den Abschnitt zur Behandlung des Cherry Eye.

    Was, wenn die Masse auftritt und dann wieder zu verschwinden scheint?

    In einigen Fällen kann die Drüse zu verschiedenen Zeitpunkten mehr oder weniger deutlich sichtbar sein.

    Die Tatsache, dass die Masse nicht immer sichtbar ist, erlaubt es jedoch nicht, eigenständig zu schlussfolgern, dass das Problem behoben ist.

    Wenn Sie eine mit Cherry Eye vereinbare Masse beobachtet haben, insbesondere wenn sie wieder auftritt, ist es sinnvoll, sie dem Tierarzt zu zeigen. Ein Foto, das aufgenommen wird, wenn die Masse sichtbar ist, kann helfen, dem Tierarzt zu dokumentieren, was Sie beobachtet haben — es ersetzt jedoch nicht die Augenuntersuchung.

    Ich habe einen roten Knoten im Auge meines Welpen bemerkt: Was soll ich tun?

    Beobachten ohne zu manipulieren

    Drücken, massieren oder reiben Sie die Masse nicht.

    Reiben verhindern

    Verhindern Sie, dass der Welpe das Auge wiederholt traumatisiert, während Sie die tierärztliche Untersuchung organisieren.

    Dokumentieren Sie, was Sie gesehen haben

    Wenn die Masse sich verändert oder vorübergehend verschwindet, kann ein Foto dem Tierarzt helfen zu zeigen, wie sie ausgesehen hat.

    Untersuchen lassen

    Der Tierarzt kann bestätigen, welche Struktur betroffen ist, und auch die Augenoberfläche kontrollieren.

    Ein schmerzendes Auge verdient mehr Aufmerksamkeit

    Cherry Eye kann sehr auffällig sein, aber starke Schmerzen, ein geschlossenes oder stark zusammengekniffenes Auge, anhaltendes Reiben oder sichtbare Veränderungen der Hornhaut sollten nicht automatisch dem Drüsenprolaps allein zugeschrieben werden. Bei diesen Zeichen ist es wichtig, einen Tierarzt zu kontaktieren.

    Prädisposition bedeutet nicht…

    …dass es sicher auftreten wird

    Nicht alle prädisponierten Welpen entwickeln Cherry Eye.

    …dass beide Augen betroffen sein werden

    Das zweite Auge kann nicht betroffen bleiben.

    …dass man bis zum Erwachsenenalter warten muss

    Der Zeitpunkt der Behandlung wird auf der Grundlage des Einzelfalls entschieden.

    Bei einem Welpen bedeutet eine gute Behandlung auch, an die Zukunft des Auges zu denken

    Cherry Eye kann bei der Französischen Bulldogge früh auftreten, aber junges Alter und Prädisposition sollten weder zu automatischer Beunruhigung noch dazu führen, das Problem zu ignorieren und darauf zu warten, dass der Hund größer wird.

    Eine sorgfältige tierärztliche Beurteilung ermöglicht es, die Diagnose zu bestätigen, die Augengesundheit zu kontrollieren und eine Behandlung zu wählen, die auch die Funktion der Drüse langfristig berücksichtigt.

    VORBEUGUNG

    Lässt sich Cherry Eye verhindern?

    Es gibt keine bewiesene Methode, die bei einer prädisponierten Französischen Bulldogge das Auftreten von Cherry Eye garantiert verhindern kann.

    Der Vorfall der Nickhautdrüse ist mit anatomischen Faktoren und individueller Rassenprädisposition verbunden, die der Besitzer durch Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel, Augenreinigung oder andere alltägliche Praktiken nicht verändern kann.

    Das bedeutet nicht, dass man für die Augengesundheit gar nichts tun kann: Es bedeutet, zwischen echter Vorbeugung des Vorfalls, guter Augenpflege und frühzeitigem Erkennen eines Problems zu unterscheiden.

    Prädisposition bedeutet keinen Fehler des Besitzers

    Eine Französische Bulldogge kann Cherry Eye entwickeln, auch wenn sie richtig gepflegt wird. Das Auftreten des Vorfalls beweist nicht, dass das Auge schlecht gereinigt wurde, der Hund etwas Falsches gefressen hat oder der Besitzer eine bestimmte Vorbeugungsmaßnahme vernachlässigt hat.

    Was Sie kontrollieren können — und was nicht

    Diese Maßnahmen fördern eine gute Augenpflege, beseitigen jedoch nicht die Prädisposition für Cherry Eye.

    Verhindert Augenreinigung Cherry Eye?

    Nein. Richtige Hygiene kann für die normale Pflege der periokularen Zone nützlich sein, aber es gibt keine Belege dafür, dass Augenreinigung den Vorfall der Nickhautdrüse verhindert.

    Cherry Eye sollte daher nicht als Folge mangelhafter Hygiene interpretiert werden.

    Können Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel es verhindern?

    Es gibt keine Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel, die nachweislich Cherry Eye spezifisch verhindern.

    Eine vollständige und ausgewogene Ernährung ist für die allgemeine Gesundheit des Hundes wichtig, sollte aber nicht als präventive Behandlung des Nickhautdrüsenvorfalls dargestellt werden.

    Kann Massieren des Auges es verhindern?

    Es ist nicht ratsam, die Nickhaut oder den inneren Augenwinkel regelmäßig zu manipulieren, um Cherry Eye zu verhindern.

    Wenn eine mit dem Drüsenvorfall vereinbare Masse auftritt, sollten Sie nicht versuchen, sie ohne tierärztliche Anweisung zurückzudrücken oder zu massieren.

    Häusliche Manipulation korrigiert die anatomische Prädisposition nicht und kann das Augengewebe weiter reizen.

    Was KEINE bewiesene Vorbeugung ist

    Häufige Reinigung

    Hygiene der Augenregion verändert die anatomische Prädisposition für den Vorfall nicht.

    Nahrungsergänzungsmittel

    Es gibt keine Nahrungsergänzungsmittel, die nachweislich Cherry Eye spezifisch verhindern.

    Präventive Massage

    Die Manipulation der Nickhaut beseitigt die Prädisposition nicht und sollte keine präventive Routine werden.

    Was Sie wirklich tun können

    Auch wenn die Prädisposition nicht beseitigt werden kann, helfen bestimmte Gewohnheiten, die Augengesundheit zu schützen und Veränderungen schnell zu erkennen.

    Augen beobachten

    Lernen Sie, das normale Aussehen der Augen Ihrer Französischen Bulldogge zu erkennen, damit Sie eine neue Masse, Rötung oder andere Veränderungen leichter bemerken.

    Manipulationen vermeiden

    Nicht auf die Nickhaut drücken oder sie massieren und nicht versuchen, eine vorgefallene Drüse selbst zu repositionieren.

    Vor Reiben und Traumata schützen

    Wenn das Auge gereizt ist oder der Hund wiederholt versucht, es zu reiben, vermeiden Sie weitere Traumata und konsultieren Sie den Tierarzt.

    Veränderungen begutachten lassen

    Eine neue Masse im inneren Augenwinkel sollte tierärztlich beurteilt werden, um die betroffene Struktur zu identifizieren und die Augenoberfläche zu kontrollieren.

    Frühes Erkennen bedeutet nicht Verhindern

    Den Vorfall schnell zu bemerken ermöglicht eine frühere Beurteilung des Auges und die Besprechung der geeignetsten Behandlung mit dem Tierarzt. Es verhindert nicht, dass Cherry Eye aufgetreten ist, kann aber dazu beitragen, dass ein offensichtliches Problem nicht ignoriert oder unsachgemäß manipuliert wird.

    Lässt es sich am anderen Auge verhindern?

    Wenn Cherry Eye zunächst nur ein Auge betrifft, gibt es keine bewiesene häusliche Maßnahme, die das Auftreten am kontralateralen Auge garantiert verhindert.

    Bei prädisponierten Hunden kann das zweite Auge zu einem anderen Zeitpunkt betroffen sein, aber das ist nicht unvermeidlich.

    Die nützlichste Strategie ist es, beide Augen zu beobachten und eine neue Veränderung tierärztlich beurteilen zu lassen, wenn sie auftritt.

    Da Cherry Eye häufig bei jungen Hunden beobachtet wird, ist die Aufmerksamkeit für die Augen während des Wachstums der Französischen Bulldogge besonders wichtig. Siehe: Cherry Eye beim Welpen der Französischen Bulldogge

    Was ist mit der Zuchtauswahl?

    Die starke Prädisposition bestimmter Rassen deutet auf eine wichtige Komponente hin, die mit der Konformation und vererbbaren Faktoren zusammenhängt, auch wenn Cherry Eye nicht einfach auf ein einzelnes identifiziertes Gen zurückgeführt werden kann.

    Augengesundheit und Krankengeschichte der Zuchttiere sind daher Faktoren, die eine verantwortungsvolle Zucht im breiteren Kontext der gesundheitlichen Selektion berücksichtigen kann. Siehe auch den Abschnitt zur Prädisposition .

    Dies garantiert jedoch nicht, dass ein Welpe kein Cherry Eye entwickeln wird.

    Wenn Sie einen Welpen auswählen

    Es ist nicht möglich, am Erscheinungsbild eines gesunden Welpen zu erkennen, ob er in Zukunft Cherry Eye entwickeln wird.

    Bei der Wahl einer Französischen Bulldogge ist es sinnvoller, die allgemeine Gesundheit von Elterntieren und Welpe zu berücksichtigen und sich an einen Züchter zu wenden, der transparent über die Gesundheitsgeschichte seiner Hunde ist.

    Kein kommerzielles Versprechen kann das zukünftige Ausbleiben von Cherry Eye bei einem prädisponierten Hund garantieren.

    Wenn Cherry Eye bereits aufgetreten ist

    Wenn der Vorfall bereits vorhanden ist, besteht das Ziel nicht mehr darin, sein Auftreten zu verhindern, sondern das Auge zu schützen, Manipulationen zu vermeiden und eine angemessene Diagnose und Behandlung zu erhalten.

    Nach einer etwaigen chirurgischen Behandlung hilft die Einhaltung der postoperativen Anweisungen, das Auge während der Heilung zu schützen, auch wenn das Ausbleiben von Rückfällen nicht garantiert werden kann. Siehe postoperative Pflege für weitere Einzelheiten.

    Der wichtigste Punkt

    Bei der Französischen Bulldogge gibt es keine Routine, die garantieren kann, dass Cherry Eye nicht auftritt.

    Das Nützlichste, was Sie tun können, ist die Prädisposition der Rasse zu kennen, die Augen zu beobachten ohne sie zu manipulieren und eine tierärztliche Beurteilung anzufordern, wenn eine Veränderung auftritt.

    WANN ZUM TIERARZT

    Wann sollte man den Tierarzt aufsuchen?

    Cherry Eye ist oft sehr deutlich sichtbar, aber wie dringend die Situation ist, hängt auch davon ab, wie das Auge insgesamt aussieht und sich verhält.

    Eine rosa oder rötliche Masse, die mit dem Vorfall der Nickhautdrüse vereinbar ist, sollte vom Tierarzt beurteilt werden, um die Diagnose zu bestätigen und die Gesundheit der Augenoberfläche zu prüfen.

    Treten jedoch starke Schmerzen, Augenschluss, sichtbare Hornhautveränderungen oder eine rasche Verschlechterung auf, ist es wichtig, die Beurteilung zu beschleunigen, da möglicherweise auch ein gleichzeitiges Augenproblem vorliegt.

    Cherry Eye ist nicht nur das, was man sieht

    Eine rosa Masse im inneren Augenwinkel kann mit Cherry Eye vereinbar sein, aber der Tierarzt muss auch Schmerzen, Hornhaut, Bindehaut, Augenausfluss und das Verhalten des Hundes berücksichtigen.

    Vom Tierarzt beurteilen lassen

    Wenn im inneren Augenwinkel eine neue rosa oder rötliche Masse auftaucht, auch wenn der Hund gesund erscheint, sollte diese untersucht werden.

    • rosa/rötliche Masse vereinbar mit Cherry Eye
    • Drüse, die erscheint und dann wieder zurückzuweichen scheint
    • Problem nur an einem Auge
    • neue Masse am anderen Auge
    • leichte Rötung oder Tränenfluss ohne offensichtliche Schmerzen

    Die Tatsache, dass der Hund nicht schmerzgeplagt zu sein scheint, bestätigt allein nicht, dass die Situation einfach oder vernachlässigbar ist.

    Tierarzt schneller kontaktieren, wenn sich etwas verschlechtert

    Eine Veränderung gegenüber dem anfänglichen Erscheinungsbild des Cherry Eye kann auf zunehmende Reizung oder ein gleichzeitiges Augenproblem hinweisen.

    • deutliche Zunahme der Rötung
    • rasch zunehmende Schwellung
    • stärkerer oder sich deutlich verändernder Augenausfluss
    • häufiges Reiben am Auge
    • Verschlechterung gegenüber den vorherigen Stunden oder Tagen
    • Wiederauftreten der Masse nach einer Operation

    Einige Zeichen erfordern eine zeitnahe Beurteilung

    Wenn das Auge eindeutig schmerzhaft erscheint oder sich die Hornhaut verändert, sollte nicht alles automatisch dem Cherry Eye zugeschrieben werden.

    • dauerhaft geschlossenes Auge
    • starkes Zusammenkneifen des Auges
    • deutliche Schmerzen
    • anhaltendes Reiben, das schwer zu unterbrechen ist
    • Hornhauttrübung, Fleck, weißlicher Bereich oder offensichtliche Hornhautveränderung
    • erhebliche Blutung
    • Augentrauma
    • rasche Verschlechterung des Augenbilds
    • plötzliche Sehveränderung oder Verhalten vereinbar mit Sehschwierigkeiten

    Diese Zeichen können mit einem gleichzeitigen Augenproblem vereinbar sein und erfordern eine zeitnahe tierärztliche Untersuchung.

    Ist Cherry Eye immer schmerzhaft?

    Nein. Einige Hunde, besonders in frühen Phasen, können wenige offensichtliche Schmerzzeichen zeigen, obwohl die Drüse sichtbar ist.

    Eine exponierte Drüse kann sich jedoch entzünden und reizen; ein eindeutig schmerzhaftes Auge sollte nicht automatisch als normale Folge des Cherry Eye betrachtet werden.

    Wenn Schmerzen, Augenschluss oder Reiben ausgeprägt sind, sollte der Tierarzt auch die Möglichkeit gleichzeitiger Augenprobleme prüfen.

    Warum verdient die Hornhaut besondere Aufmerksamkeit?

    Die Hornhaut ist normalerweise transparent.

    Wenn sie sich eintrübt, einen weißlichen Bereich, eine unregelmäßige Oberfläche oder eine offensichtliche Veränderung im Vergleich zum anderen Auge zeigt — zum Beispiel bei einem Hornhautgeschwür — ist es wichtig, den Hund zeitnah beurteilen zu lassen.

    Cherry Eye betrifft die Nickhautdrüse, aber ein Hund kann gleichzeitig auch ein Problem an der Hornhautoberfläche haben.

    Was tun, während man auf den Termin wartet?

    Vermeiden Sie es, an der Masse zu manipulieren, und verhindern Sie so weit wie möglich, dass der Hund das Auge wiederholt mit den Pfoten oder durch Reiben an Oberflächen traumatisiert.

    Tragen Sie keine Augentropfen, Salben oder ophthalmologische Produkte auf, die nicht für die aktuelle Situation verschrieben wurden.

    Wenn die Masse ihr Erscheinungsbild verändert oder vorübergehend verschwindet, kann ein Foto dabei helfen, das Beobachtete zu dokumentieren und dem Tierarzt zu zeigen.

    Keine offensichtlichen Schmerzen ≠ Problem ignorieren

    Ein Hund kann eine prolabierte Drüse haben, ohne starkes Unwohlsein zu zeigen. Das bedeutet nicht, dass exponiertes Gewebe ohne Beurteilung belassen werden sollte.

    Was, wenn Cherry Eye von selbst zurückgeht?

    In einigen Fällen kann die Drüse vorübergehend weniger sichtbar werden oder aus der prolabierten Position zurückkehren.

    Dies erlaubt nicht den Schluss, dass das Problem definitiv behoben ist.

    Wenn Sie eine mit Cherry Eye vereinbare Masse beobachtet haben, insbesondere wenn sie wieder auftritt, teilen Sie dies dem Tierarzt mit.

    Was, wenn es nach der Operation wieder auftritt?

    Eine nach der chirurgischen Reposition erneut sichtbare Masse kann ein Rezidiv darstellen und erfordert eine neue Beurteilung.

    Versuchen Sie nicht, die Drüse zu manipulieren oder ins Auge zu drücken.

    Der Tierarzt kann die Position der Drüse und die Augenoberfläche überprüfen und feststellen, ob eine neue Behandlung erforderlich ist.Genesung und postoperative Versorgung.

    Was, wenn es einem Welpen passiert?

    Cherry Eye wird häufig bei jungen Hunden beobachtet und sollte nicht ignoriert werden, nur weil die Französische Bulldogge noch ein Welpe ist.

    Das junge Alter allein bestimmt weder die Diagnose noch den Zeitpunkt der Behandlung.

    Der Tierarzt muss das Auge und den einzelnen Patienten beurteilen. Cherry Eye beim Welpen der Französischen Bulldogge

    Bei Zweifeln das Auge beurteilen lassen

    Cherry Eye ist oft erkennbar, aber ein Besitzer kann nicht alle Augenstrukturen zu Hause beurteilen.

    Ein tierärztlicher Besuch ermöglicht es, den Drüsenvorfall zu bestätigen und vor allem zu prüfen, ob die Augenoberfläche gesund ist.

    FAQ

    Häufige Fragen zu Cherry Eye bei der Französischen Bulldogge

    Die häufigsten Fragen zum Vorfall der Nickhautdrüse, zur Behandlung und zur Nachsorge.

    Nicht unbedingt. Manche Hunde zeigen besonders im Frühstadium nur wenige eindeutige Anzeichen für Schmerzen, obwohl die Drüse sichtbar ist. Die hervorgetretene Drüse kann jedoch gereizt werden und sich entzünden. Wirkt das Auge deutlich schmerzhaft, bleibt es geschlossen oder wird stark zusammengekniffen, reibt der Hund ständig daran oder verändert sich das Aussehen der Hornhaut, ist eine tierärztliche Untersuchung wichtig.

    Wann zum Tierarzt

    In einigen Fällen kann die Drüse vorübergehend weniger sichtbar werden oder zurückzukehren scheinen. Sie kann jedoch erneut prolabieren. Ein vorübergehendes Verschwinden der Masse erlaubt daher nicht den Schluss, dass das Problem definitiv behoben ist.

    Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Die Behandlung hängt vom Zustand der Drüse, des Auges und vom jeweiligen Fall ab. Wenn der Vorfall bestehen bleibt oder erneut auftritt, kann der Tierarzt eine chirurgische Reposition empfehlen, um die Drüse und ihre Funktion zu erhalten.

    Behandlung

    Die Nickhautdrüse trägt zur Produktion der wässrigen Komponente des Tränenfilms bei. Ihre Entfernung reduziert das funktionelle Tränengewebe und kann das Risiko von Problemen durch unzureichende Tränenproduktion erhöhen. Deshalb wird heute angestrebt, die Drüse nach Möglichkeit zu erhalten und wieder in ihre normale Position zu bringen.

    Ja. Ein Rezidiv ist auch nach korrekter chirurgischer Reposition möglich. Das Ergebnis hängt von anatomischen Faktoren, Gewebezustand, möglichen Knorpelveränderungen und der verwendeten Technik ab. Tritt die Vorwölbung erneut auf, ist eine weitere tierärztliche Untersuchung angezeigt.

    Prognose

    Ja. Bei einigen Hunden tritt Cherry Eye zunächst an einem Auge und anschließend auch am anderen auf. Das bedeutet aber nicht, dass das zweite Auge zwingend betroffen sein wird.

    Ja, Cherry Eye wird bei jungen Hunden besonders häufig diagnostiziert, und die Französische Bulldogge ist eine prädisponierte Rasse. Junges Alter ist ein assoziierter Faktor, bedeutet aber nicht, dass jeder Welpe das Problem entwickeln wird.

    Cherry Eye beim Welpen

    Es gibt keine universelle Regel, nach der man bis zum Erwachsenenalter warten muss. Der Zeitpunkt der Behandlung hängt vom Zustand des Auges, vom Allgemeinzustand des Welpen und von der tierärztlichen Beurteilung ab.

    Es gibt keine bewiesene Methode, die das Auftreten von Cherry Eye bei einem prädisponierten Hund garantiert verhindert. Augenreinigung, Nahrungsergänzungsmittel oder andere häusliche Routinen beseitigen die anatomische Prädisposition nicht. Am nützlichsten ist es, die Augen zu beobachten, Manipulationen zu vermeiden und Veränderungen beurteilen zu lassen.

    Vorbeugung

    Es ist nicht ratsam, die Drüse ohne tierärztliche Anweisung zu manipulieren oder manuell zu repositionieren. Die Augenoberfläche und die Nickhaut sind empfindliche Gewebe, und Manipulationen können sie weiter reizen.

    Der Tierarzt kann den Vorfall in der Regel bei der Augenuntersuchung erkennen. Dabei beurteilt er zugleich die Nickhaut, die Hornhaut und die übrige Augenoberfläche. Tests wie Schirmer oder Fluoreszein können bei Indikation eingesetzt werden, sind aber keine spezifischen Tests, die allein Cherry Eye «beweisen».

    Diagnose

    Mit korrekter Diagnose, angemessener Behandlung und adäquater Nachsorge erzielen viele Hunde ein gutes Ergebnis. Die Prognose hängt jedoch vom Einzelfall ab und muss nicht nur das Aussehen des Auges, sondern auch Position und Funktion der Drüse, die Tränenproduktion und die Gesundheit der Augenoberfläche berücksichtigen.

    Prognose

    Die Kosten können je nach Land, Klinik, Art des Eingriffs, erforderlicher Untersuchungen, Anästhesie und möglicher anderer Augenprobleme erheblich variieren. Es ist nicht korrekt, eine universelle Zahl anzugeben. Die Tierklinik kann ein Angebot für den Einzelfall erstellen.

    Cherry Eye allein sollte nicht automatisch als Ursache einer Erblindung angesehen werden. Eine prolabierte Drüse kann sich jedoch entzünden, und ein Hund kann gleichzeitig andere Augenprobleme haben. Starke Schmerzen, Hornhautveränderungen oder Sehveränderungen erfordern eine zeitnahe tierärztliche Beurteilung.

    Die starke Prädisposition bestimmter Rassen legt eine wichtige Komponente nahe, die mit Konformation und vererblichen Faktoren zusammenhängt. Cherry Eye kann jedoch nicht einfach durch ein einzelnes identifiziertes Gen erklärt werden. Es ist korrekter, von anatomischer und rassespezifischer Prädisposition zu sprechen.

    Prädisposition

    Weitere Krankheiten in derselben Kategorie

    QUELLEN

    Veterinärmedizinische und wissenschaftliche Quellen

    Dieser Leitfaden wurde auf der Grundlage spezialisierter veterinärmedizinischer Quellen und peer-reviewter wissenschaftlicher Literatur entwickelt. Die unten aufgeführten Quellen sind die wichtigsten Referenzen für den Inhalt der Seite.

    Referenzen

    1. O'Neill DG, McKendrick IJ, Keddy AK, Church DB, Brodbelt DC (2021). Breed and conformational predispositions for prolapsed nictitating membrane gland (PNMG) in dogs in the UK: A VetCompass study. PLOS ONE, 16(12):e0260538.

      DOI: 10.1371/journal.pone.0260538 — PMID: 34899621

      Quelle öffnen
    2. White C, Brennan ML (2018). An Evidence-Based Rapid Review of Surgical Techniques for Correction of Prolapsed Nictitans Glands in Dogs. Veterinary Sciences, 5(3):75.

      DOI: 10.3390/vetsci5030075

      Quelle öffnen
    3. Multari D, Vigo S, Niebauer GW (2016). Pocket technique or pocket technique combined with modified orbital rim anchorage for the replacement of a prolapsed gland of the third eyelid in dogs: 353 dogs. Veterinary Ophthalmology, 19(3):214–219.

      DOI: 10.1111/vop.12286

      Quelle öffnen
    4. Guionnet A et al. (2025). Surgical Correction of Prolapse of Nictitating Membrane Gland Using a Variant of the Pocket Technique: A Retrospective Study on 101 Dogs and 126 Eyes. Veterinary Ophthalmology (published online 26 May 2025).

      DOI: 10.1111/vop.70031

      Quelle öffnen
    5. Sebbag L, Sanchez RF (2023). The pandemic of ocular surface disease in brachycephalic dogs: The brachycephalic ocular syndrome. Veterinary Ophthalmology.

      DOI: 10.1111/vop.13054 — PMID: 36585820

      Quelle öffnen
    6. Stanley RG, Kaswan RL (1985). Surgical correction of third eyelid prolapse in dogs. Journal of the American Veterinary Medical Association, 186(1):83.

      DOI: 10.2460/javma.1985.186.01.83

      Quelle öffnen
    7. American College of Veterinary Ophthalmologists (ACVO). Cherry Eye (Prolapsed Gland of the Third Eyelid).

      Quelle öffnen
    8. Merck Veterinary Manual. Nasolacrimal and Lacrimal Apparatus in Animals.

      Quelle öffnen
    9. Cornell University College of Veterinary Medicine. Cherry eye in dogs.

      Quelle öffnen

    Medizinische Informationen

    Die Inhalte von FrenchieCarePro dienen nur zu Informationszwecken und ersetzen keine tierärztliche Diagnose, Untersuchung oder Behandlung. Entscheidungen über die Gesundheit Ihres Hundes sollten gemeinsam mit Ihrem Tierarzt getroffen werden.